Kontrastprogramm im Festzug zur Eröffnung des 42. Deutsch-Amerikanischen Volksfestes

|
Die Jagdhornbläser des Bundesforstamtes intonierten auf dem Balkon der Generalsresidenz den ,,Fürstengruß", der Spielmannszug der Feuerwehr Grafenwöhr blies den vielen ,,Promis" den Marsch, und gleich hinter der Ehenbach- taler Blasmusik tobte die ,,Kwahdi"-Indianertanzgruppe in bunten Federkleider. Und als Commander Philip Cooker nach einigen sintflutartigen Schwierigkeiten verkündete ,,Ozapft is", war das 42. Deutsch-Amerikanische Volksfest eröffnet. Derarige Bilder findet man nur in Grafenwöhr. Die mehr als 50 000 Menschen, die bis einschließlich Sonntag erwartet wurden, müssen sich an die neue Umgebung gewöhnen. Das in der ganzen Republik wohl einmalige Spektakel fand erstmals nicht im Camp Tunesia, sondern im Camp Cheb statt. Sicherheitsrelevante Gründe waren es, die zur Verlegung des Volksfestplatzes ,,hinaus in die Prärie" geführt haben. Bevor der erste Hamburger verzehrt wurde und die erste Maß Bier die Kehle hinunter lief, fand im Offiziersclub ein Empfang statt. Lester Jaron, Kommandeur des 409. Standonunterstützungsbataillons, meinte, der Sinn des Volksfestes, gemeinnützige Einrichtungen, Truppen und Familien zu betreuen, habe die US-Stelle verpflichtet, die Weiterführung des Festes zu sichern und von Jahr zu Jahr zu vergrößern. Heuer stehen nicht weniger als 137 Buden, Stände und Attraktionen zur Verfügung. ,, Ich hoffe, daß das 42. Deutsch-Amerikanische Volksfest das erfolgreichste aller Zeiten wird und ein Zeichen für die Zukunft setzt", sagte Jaron. ,,Mit neuem Mut beginnen" Der amerikanische Präsident des DeutschAmerikanischen Gemeinsamen Ausschusses (DAGA), Colonel Philip Cooker, räumte ein, es sei nicht einfach gewesen, dieses Volksfest zu veranstalten. Beim Ausbau des neuen Platzes und der Zufahrtsstraßen sei die US Army an die Grenzen des Möglichen gegangen. Mit der Sanierung von Camp Cheb seien auch die Unterkünfte der Soldaten verbessert worden. Die Hilfe für die deutschen Nachbarn seien die Investitionen von mehreren 100 000 Mark wert. Der deutsche DAGA-Präsident Fred Amold freute sich über den neuen Standard und stellte heraus: ,,Wir wollen auf dem neuen Festplatz mit neuer Kraft, neuem Mut und neuem Vertrauen beginnen". In den zurückliegenden 41 Jahren seien im Bereich der nördlichen Oberpfalz bis hinüber nach Oberfranken Kindergärten, Altenheime, Altendubs, Kinderspielplätze, Heime für Behindene, die Jugendarbeit und viele bedürftige Einzelpersonen unterstützt worden. Mit dem Erlös der bisherigen Volksfeste sei zudem der Jugend- und Studentenaustausch zwischen den beiden Nationen gefördert worden. Die Grüße des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber überbrachte Staatssekretärin Marianne Deml,die einen auf 2000 Mark ausgestellten Scheck zückte. Sie würdigte die deutsch-amerikanische Freundschaft und betonte, Deutschland habe den amerikanischen Freunden viel zu verdanken. Mit Blick auf den Balkan müsse festgestellt werden, daß Frieden keine Selbstverständlichkeit sei. |
|
|
|