Die Schulbank stand einst im Rathaus

 

70jährige feierten Wiedersehen in Grafenwöhr
Viele Erinnerungen wurden wach!

 

Erinnerungen aus ihrer Schulzeit tauschten die Schülerinnen und Schüler des Geburtsjahrgangs 1926/27 beim Klassentreffen in ihrer Heimatstadt Grafenwöhr aus.

Bei einem Gottesdienst in der Maria-Himmelfahrts-Kirche und dem anschließenden Gang zum Friedhof gedachten die Ehemaligen ihrer bereits verstorbenen Mitschüler, Lehrkräfte und Religionslehrer. Die heilige Messe wurde von Pfarrer Andreas Renner, Waldthurn zelebriert und von Anton Erhart, Ludwig Grimm, Fred Arnold und Willi Daubenmerkl musikalisch umrahmt.

Erinnerungen an die Kinder-, Jugend- und Schulzeit wurden beim gemütlichen Beisammensein im Hotel-Restaurant ,,Böhm" aufgefrischt. Fred Arnold hieß besonders die Schulkameraden willkommen, die eine Anreise aus München, Karlsruhe, Regensburg, Forchheim, Darmstadt und Traunreut nicht gescheut hatten. Er zeigte sich erfreut, daß fast alle der noch 40 lebenden Mitschüler der Einladung gefolgt waren.

Die Klassenkameraden hatten sich viel zu erzählen. Sie erinnerten an die Unterbringung im Rathaus bei ihrer Einschulung im Jahre 1933. Interessant war die Schulzeit für die Jungen dieses Jahrgangs, die in der dritten Klasse im Lager, Gebäude 77a, unterrichtet wurden. Täglich versammelten sich die Schüler am heutigen Tor 3 und wurden vom Lehrer (Hauptlehrer Josef Richter) zur Schule
geführt, ebenso erfolgte nach Schulende auch der Rückweg wieder zu Tor 3. Mit der Einweihung des neuen Schulhauses endete 1936 die behelfsmäßige Einquartierung im Lager.
Beim Austausch alter Bilder wurden Erinnerungen an die ehemaligen Lehrer Balk, Füglein, Richter, Raum, Götz, Hirsch und Bertelshofer wach.

Mit einer Führung durch das Kultur- und Militärmuseum setzten die Siebzigjährigen das Klassentreffen am 2. Tag fort. Die Grafenwöhrer hatten als bisher einzige Altersgruppe auch alle ,,Zuagroasten" 70jährigen, die nicht in ihre Klasse gingen, eingeladen. Mit ihnen wurde am Sonntag im Gasthof ,,Zur Post" gefeiert.

Mit der Verabschiedung der auswärtigen Teilnehmer, die sich besonders anerkennend über die perfekte Organisation äußerten, klang die zweitägige Wiedersehensfeier aus. Die Mitschüler bedankten sich beim Organisationskomitee, Erna Regler, Frieda Ohla, Maria Thurn, Josef Pappenberger, Josef Scherm, Josef Schopf und an der Spitze Fred Arnold.

In seinen Dankesworten vom 22. 8. 1997 schreibt der Mitschüler Richard Hutzler, München, u.a. an Fred Arnold:

...lhr habt ein abgewogenes, vielfältiges Programm zusammen gestellt.

... Du hast gerufen und alle, so weit es möglich war, haben sich an die Schulzeit erinnert und sind angereist. Die schönste Zeit in Grafenwöhr war doch unsere Schulzeit!

... Bleibt nur noch zu sagen, Dank dem Komitee, Deiner Person und daß der ganze Jahrgang, so Gott will, die nächsten Jahre in Gesundheit und Zufriedenheit verbringen kann und wir uns wieder sehen!

 


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