Rekordverdächtiger Bierkonsum
Allein im Festzelt 67 000 Masskrüge gefüllt - Ice Cream und Hamburger ausverkauft

„Regen bringt Segen“ oder: „Wenn die Freibadbesitzer weinen, lacht der DAGA“. Das hat es auch noch nicht gegeben, dass den Amerikanern Ice Cream und Hamburgern ausgegangen sind. So geschehen beim 44. Volksfest am Wochenende. Inzwischen liegen die Zahlen auf dem Tisch, was alles geschleckt, getrunken und gegessen wurde.
Präsident Fred Arnold vom Deutsch-Amerikanischen Gemeinsamen Ausschuss (DAGA) und sein amerikanischer Kollege, „Commander“ James Drago, strahlten am Ende über das ganze Gesicht. Waren es am Freitag „nur“ 6000 zahlende Festbesucher, so setzte am Sonntag ein in der 44-jährigen Volksfestgeschichte noch nie da gewesener Besucheransturm ein. Die Folge: Allein im großen Bierzelt wurden elf Hektoliter Bier mehr ausgeschenkt als im Vorjahr.

Es ist zur Binsenweisheit geworden: „Ist das Wetter zum Baden zu kalt, kommen die Leute zu uns“ ,freute sich Fred Arnold. „Und wenn es dann zwischendurch auch noch a bisserl regnet, strömen die Leute ins Bierzelt. So soll‘s ja sein.“

   
Warten auf den Shuttlebus
Die Festbesucher mussten sich zu den Spitzenzeiten in Geduld üben. Der Weg von der Stadtgrenze bis zur ersten Hotdog-Bude war ein langer. Am Samstagabend und vor allem am Sonntagnachmittag bildeten sich lange Blechschlangen. Auf die Shuttlebusse musste zum Teil über eine Stunde gewartet werden. Doch die Besucher nahmen es gelassen. Der Hamburgerstand neben dem Bierzelt meldete am Sonntag gegen 16 Uhr: „Ausverkauft“. Das riesige Nachschubdepot war noch am Freitag bis oben hin mit „Futteragen“ und Drinks aller Art vollgestopft. Am Sonntag gegen 19 Uhr herrschte fast gähnende Leere. „Wir nix mehr haben“, stellte Lagerverwalter Jay Pringle Achselzuckend fest.

Sie hatten am Ende gut lachen:
DAGA-Präsident Fred Arnold und
Oberstleutnant James P. Drago
freuten sich sichtlich über den Erfolg
des 44. Deutsch-Amerikanischen Volksfestes
in Grafenwöhr.
   

39834 zahlende Besucher
Alles in allem wurden 39834 zahlende Besucher gezählt bei einem Eintrittspreis von drei Mark, einer Mark mehr als im Vorjahr. Als Ticketverkäufer betätigte sich auch der Grafenwöhrer Bürgermeister Helmuth Wächter: „Was ich meinen Personal im Rathaus zumuten kann, das muss ich mir selbst auch abverlangen“.
Da Kinder unter 14 Jahren freien Eintritt hatten, gehen die Organisatoren davon aus, dass mehr als 50 000 Menschen die Tore zum Festplatz im Camp Cheb passiert haben.
Durst hatten die Festbesucher heuer einen „sakrischen“. Nicht weniger als 110 Hektoliter Bier rannen die durstigen Kehlen hinunter. Alleine im Bierzelt wurden 67 000 Masskrüge gefüllt. Weiter 40 Hektoliter deutsches Bier wurden in Flaschen an den Ständen und in den Zelten verkauft. Hinzu kommen 10 000 Flaschen amerikanisches Bier und 5650 Dosen Softdrinks.

Beide Eisbuden ausverkauft
10 200 Becher Ice Cream wurden geschleckt. Es hätten weit mehr sein können. Doch um 19 Uhr waren an beiden Eisbuden sämtliche Vorräte aufgebraucht. Hotdogs wurden 2000 Stück verdrückt und Spareribs 3500 Pfund. Hamburger, Amerikas Grundnahrungsmittel, wurden 20 300 gegrillt. Hinzu kommen unzählige Schweinshaxen, Steaks, Brathendeln, Steckerfische, Bratwürste, Fleischspieße, mexikanische und koreanische Spezialitäten sowie Fischsemmeln, die Zahlenmäßig nicht erfasst werden können.


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