Ein Stück greifbarer Erinnerung
Bundesvermögensamt überlässt dem Museum vier Kragsteine
aus der Kirchenruine von Pappenberg
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Das Ganze ein für die Gegend ungewöhnlich schöner Bau“, heißt es in den 1909 erschienenen „Kunstdenkmälern von Bayern“ über die ehemalige Pfarrkirche der 1938 aufgelassenen Übungsplatzgemeinde Pappenberg. Die Ruine des Kirchturms, die Außenmauern mit den teilweise erhaltenen Spitzbogenfenstern und das mit Mannshohen Trümmern und Strauchwerk gefüllte Kirchenschiff sind klägliche Reste der einst blühenden Wallfahrtskirche „Maria Himmelfahrt“. Um eine bleibende Erinnerung an die Pappenberger Kirche zu erhalten, wurden von Angehörigen der Bundeswehr vier Kargsteine aus Sandstein der Ruine entnommen und dem Heimatverein Grafenwöhr übergeben. Unaufhaltsam ist die Ruine der Kirche in Pappenberg - die Wüstung liegt am Rande der Impact Area des Truppenübungsplatzes - dem Verfall preisgegeben. Mit Genehmigung des |
![]() Zwei Kargsteine und zwei Baldachine aus der Marienkirche in Pappenberg wurden vom Bundesvermögensamt an den Heimatverein in Grafenwöhr übergeben. Unser Bild zeigt (von links) Mathilde Hastreiter, Dr. Peter Fösl vom Bundesvermögensamt, die Bundeswehrangehörigen Willi Buchfelder, Siegfried Wolf und Gerald Morgenstern, Fred Arnold, Werner Biersack, Martin Hößl und Olaf Meiler vom Heimatverein sowie den stellvertretenden DMV-Leiter, Major Anton Kussinger. |
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Bundesvermögensamtes Amberg wurden zur Erinnerung an die Maria Himmelfahrtskirche zwei Kargsteine aus Sandstein, die einst zur Aufnahme von Heiligenfiguren dienten, sowie zwei darüber postierte, reich verzierte Baldachine aus Stein den Mauerresten entnommen. Bergeaktion in der schießfreien Zeit Nur für museale Zwecke Dr. Peter Fösel lobte die Ausstellung des Heimatvereins, die der ganzen Region die Geschichte des Übungsplatzes in hervorragender Weise präsentiere. Zwei Steine sollen an die Pfarrgemeinde Wolfskofen bei Regensburg weiter gegeben werden. 1938 wurden die Pappenberger größten Teils in das ehemalige Thurn-und-Taxis-Gut ausgesiedelt. In der dortigen Kirche steht die Inneneinrichtung der Pappenberger Wallfahrtskirche. Fred Arnold, der verwandtschaftliche Beziehungen nach Wolfskofen unterhält, will die Kargsteine dort hin vermitteln. Erfreut zeigte sich Heimatvereins- vorsitzender Werner Biersack über die neuen Exponate. Sie sollen einen Platz in der Dokumentation der Übungsplatz- geschichte finden. Dank für die Unterstützung sagte er in Vertretung für Oberstleutnant Otto Glaser an Major Anton Kussinger. Da meist nur bilder der alten Übungsplatzdörfer vorhanden sind, könne mit festen Ausstellungsstücken ein besserer Bezug zur geschichte des Platzes hergestellt werden. Biersach bat, so weit es die militärische Nutzung, die im Vordergrund steht, zulässt, weitere historische Teile aus dem Truppenübungsplatz, beispielsweise die Ruine der Kirche in Hopfenhohe, der Nachwelt zu erhalten. |
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