Heimatverein feierte 50. Jubiläum der Wiedergründung
- Buntes Programm-


„Alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft“ wünschte stellv. Landrat Willi Neuser dem Heimatverein zur 50.Wiedergründung nach dem zweiten Weltkrieg. Der Grafenwöhrer Traditionsverein beging das Jubiläum mit einem großen Heimatabend am Sonntag, den 24. 10. 1999 bei dem sich viele Gruppierungen durch Musik, Gesang, Tanz und Einaktern den Glückwünschen anschlossen.
„Heimat ist nicht die weite Welt, sondern die nähere Umgebung“ stellte der Vorsitzende des Heimatvereins, Werner Biersack, bei seiner Begrüßung fest. Der Zwei-Drittel-Teil der Stadthalle war bis auf den letzten Platz besetzt. Unter den Ehrengäste hieß Biersack besonders die Mitglieder willkommen, die den Verein 1949 neu belebten.


Dass in der Heimat ein großes Potential an jungen, begabten und engagierten Kräften steckt und diese auch gar nicht -wie Kinder in ihrem Gedicht zitierten- so „furchtbar old san“ wie der Jubilar selbst, durften die Besucher des gelungenen Abends erfahren.

Trommel- und Fanfarenklänge

Mit Pfeiffen-, Trommel- und Fanfarenklängen eröffnete der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Grafenwöhr, unter der Leitung von Tambourmajorin, Dr. Cristina Schultes, das abwechlungsreiche Programm des Abends. Werner Biersack führte mit Anmerkungen zur Geschichte der letzten 50 Jahre gekonnt durch den Abend. „Trumped June“ und „Rocktime Dance“ intonierte das Bläserensemble der Musikschule Pressath Grafenwöhr, mit Benno Englhart an der Spitze.

Wie heiter es im Religionsunterricht zugehen kann, zeigten die Kinder der Grundschule mit Lehrerin Ulrike Neiser. In die „Harmonikazeit“ stimmte die Akkordeongruppe des Musikvereins „Klingende Töne“ mit ihrer Leiterin Lillie Gette ein.

Kurzchronik in Fersen

Einen Glanzpunkt im abendlichen Programm setzten die Kinder Katrin Stopfer, Katja Schraml, Christof Plohmann, Viktoria Müller, Theresa Vlasek und Fabian Hacker mit ihrem Gratulationsgedicht in oberpfälzer Mundart. Anna Mock hatte in bekannter Weise das Wirken des Heimatvereins in heitere Verse gefasst. Das Gedicht begann, „als Groufawehr no recht zamghaut woar“ und führte über die 600-Jahr-Feier, Schönbergfeste und Museumsumbau bis zum heutigen Tag.

Lob von den Ehrengästen

Stellvertretend für Landrat Simon Wittmann gratulierte Willi Neuser dem Jubilar und dankte dem Verein für sein lobenswertes Engagement das Bewußtsein zur Heimat zu stärken.

Ein herzliches Vergelt’s Gott sowie die Grüße der Stadt überbrachte 3. Bürgermeister Herbert Hummel. Stadtverbandsvorsitzender Gerhard Mark dankte für das ehrenamtliche Wirken des Vereins, das nach dem Krieg nun 50 Jahre das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Grafenwöhr mitgeprägt hat, er überreichte einen Scheck für die Vereinskasse.

Der „Roußbutten-Bou“ und die „Sonntagsruh“ des Singkreises mit Gitarrenbegleitung von Roswitha Heinig sowie Musik aus den 50er Jahren der Saxofongruppe der Musikschule, unter der Leitung von Jouli Smirnov, geleitete die Besucher in die Pause.

Bläserensembele, die Zither- und Hackbrettgruppe der Musikschule unter der Leitung von Gerhard Egerer, die Klingenden Töne, der Spielmannszug mit schwungvollen Western- und „Sister Act - Songs“ sowie die Saxophongruppe waren die musikalischen Gestalter des zweiten Teils.

Viel Applaus erhielten die „Hüttner Volkstanzfreunde im Heimatverein Grafenwöhr“ mit ihrem „Böhmerwaldlandler“ und dem „Sterntanz“. Hans Hößl begleitete die Tänzer auf dem Akkordeon, Marianne Ruhland ist Vorsitzende des Vereins, Franz Schreiner gab als Vortänzer den Takt an. Bastian Dötsch, Stefan Wolf, Christian Melchner, Stefan Schultes, Angela Biersack und Wolfgang Bräutigam brachten als Akteure der katholischen Theatergruppe den heiteren Einakter über die „Vereinssitzung des Heimatvereins“ zur Aufführung. Gekonnt ließ man in die „Vereinsdebatte“ und überzogene Diskussion um die Anschaffung eines billigen Stempels die Namen der Ausschussmitglieder einfließen. Als Uniform fürs Museum stellten die Laienschauspieler dem Sechser-Schorsch seinen alten Bauhofmantel zur Verfügung.

 

Bayernhymne zum Abschluß
Mit Wein aus Grafenwörth, Blumensträußchen und Geldspenden für die mitwirkenden Gruppen bedankten sich Werner Biersack und sein stellvertreter Willi Buchfelder bei den Akteuren des Abends. Die gemeinsam gesungene Bayernhymne beendete die Veranstaltung.


webmaster@online-infos.de