Wirtschaftsfreundliche Stadt Grafenwöhr

Die Stadt Grafenwöhr hat sich am Wettbewerb „Bayer. Qualitätspreis 1999 - Wirt-schaftsfreundliche Gemeinde beteiligt und wurde zusammen mit 20 Städten und Gemeinden aus ganz Bayern nominiert.
Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu hat deshalb eine Abordnung der Stadt mit Bürgermeister Helmuth Wächter, Geschäftsleiter Willi Keck und Kämmerer Helmut Amschler zum Staatsempfang in die Münchener Residenz eingeladen.

Auswahlverfahren über Regierungen

Bereits im November 1998 hatte die Regierung der Oberpfalz die Stadt auf den Wettbewerb hingewiesen und die Teilnahmebedingungen mitgeteilt. In einem 7-seitigen Fragebogen konnte die Stadt ihre „innovative wirtschaftsfreundliche Haltung“ darlegen.
Die Stadt Grafenwöhr wurde nominiert. Die Verleihung des Qualitätspreises erfolgte im Rahmen eines Staatsempfangs und ging letztendlich an die Städte Alzenau, Coburg, Lauingen. Unabhängig davon sprach der Minister allen nominierten Gemeinde seine hohe Anerkennung aus.

Folgende Punkte und Darlegungen führten zur Nominierung der Stadt Grafenwöhr:

Strukturwandel aktiv angegangen

Grafenwöhr ist eine Stadt im Strukturwandel. Der Truppenübungsplatz ist zwar nach wie vor größter Arbeitgeber in der Region. Doch brachen dort, wegen der veränderten weltpolitischen Lage, in den letzten 10 Jahren fast 2000 zivile Arbeitsplätze weg. Grafenwöhr hat auf diese Situation sofort reagiert und außergewöhnliche Anstrengungen unternommen um sich zu einem Gewerbe- und Industriestandort zu entwickeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Günstige Rahmenbedingungen geschaffen

Grafenwöhr hat die Gewerbegebiete „Am Flugplatz“, „Am Bahnhof“ und „Hütten-Am Pechhofer Weg“ sowie das Industriegebiet „Hütten-Nord“ mit insgesamt ca. 80 ha Ansiedlungsflächen ausgewiesen. In den Jahren 1995 mit 1997 wurden hierfür mehr als 7 Millionen DM investiert.

Die Verwaltung unterstützt ansiedlungswillige Unternehmen vom Erstkontakt bis zur Fertigstellung und darüber hinaus. Das Dienstleistungsangebot umfasst u.a. die Vermittlung von Grundstücken und Gewerbeobjekten, Unterstützung bei Behördengängen, Informationen über Förderprogramme, Kontakte zu staatlichen Stellen, Kammern und Hochschulen. Ansprechpartner ist hier die durch die Städte Grafenwöhr, Pressath und Eschenbach geschaffene Stelle der Wirtschaftsförderung (Frau Steiner, Tel. + Fax: 09641/ 92 20 17)

Moderne Technik

Grafenwöhr verfügt über ein Breitbandkabelnetz und über ein großes ISDN-Ortsnetz der Telekom.
Darüberhinaus ist Grafenwöhr der Einwählknoten für Nutzer des Internets, zum Ortstarif. Die Stadt Grafenwöhr selbst ist über email: rathaus@grafenwoehr.de zu erreichen und hat eine offizielle Homepage im Internet: http://www.grafenwoehr.de.

Infrastruktur

Auf die veränderten Rahmenbedingungen reagierte die Stadt Grafenwöhr durch Anpassung der gesamten Infrastruktureinrichtungen. So wurde der Straßen- und Kanalbau vorangetrieben, die Erdgasversorgung erweitert, die Stromversorgung mittels Erdverkabelung sichergestellt und Wohnbaugebiete in Grafenwöhr und den Gemeindeteilen ausgewiesen. Auch bei den Bildungseinrichtungen wurde der steigenden Bevölkerungszahl Rechnung getragen.

Freizeit und Erholung

In der Stadt Grafenwöhr und Umgebung stehen vielfältige Einrichtungen und Möglichkeiten für Sport, Kultur und Freitzeitgestaltung zu Verfügung. Neben den über 60 Vereinen und Verbänden ist auch die Erholung in freier Natur jederzeit möglich.

Existenzgründerzentrum Grafenwöhr-Eschenbach-Pressath

1997 wurde das Gründerzentrum in Betrieb genommen. Finanziert wurde es in einer beispielhaften Kooperation der drei Städte unter Einbeziehung von Fördergeldern. Bereits nach 1,5 Jahren sind ca. 95 % der Flächen vermietet und über 50 neue und innovative Arbeitsplätze durch die Existenzgründer geschaffen worden.



Die Delegation der Stadt Grafenwöhr v.l.n.r.: Geschäftsleiter Willi Keck,
Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu, 1. Bürgermeister Helmuth Wächter
und Kämmerer Helmut Amschler.

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