Wirtschaftsverein hielt Jahreshauptversammlung


„Die Stadt und deren Wirtschaft voranzubringen“ dafür setzt sich in Grafenwöhr der „Wirtschaftsverein für Industrie, Handwerk und Handel“ (WIV) ein. Im Oktober 1989 schlossen sich die Grafenwöhrer Gewerbetreibenden zum Wirtschaftsverein zusammen, der mittlerweile 75 Mitglieder zählt. Hermann Meißner (4.v.l) steht dem Wirtschaftsverein seit dessen Gründung vor. Unterstützt wird er von den Vorstandsmitgliedern (von links) Alois Gradl, Günther Selecke, Hannes Hutzler, Andreas Hößl, Gerhard Pappenberger und
Evi Mandl (nicht auf dem Bild).

„Nicht mehr bei seinen Leisten zu bleiben“ gemäß dem alten Sprichwort, sondern Flexibilität und neues Denken in Betriebe und Firmen zu bringen um so die Existenz zu sichern, dazu rief Hermann Meißner, der Vorsitzende des Wirtschaftsvereins bei dessen Jahreshauptversammlung auf.

Ein detailierter Jahresrückblick, neue Gedanken für Stadt- und Wirtschaftsentwicklung und das Problem der Unternehmensnachfolger standen im Mittelpunkt der Versammlung. Aktivitäten kündigten Bürgermeister Helmuth Wächter und der Geschäftsleiter des Gründerzentrums, Dipl. Volkswirt Albert Rupprecht an.

17 von 75 Mitglieder, das Stadtoberhaupt, die Stadträte Josef Neubauer, Gerhard Mark, Gerhard Stümpfl und Gerald Morgenstern sowie Direktor Peter Nürnberger von der Raiffeisenbank konnte Hermann Meißner bei der Jahreshauptversammlung des Wirtschaftsvereins für Industrie, Handwerk und Handel (WIV) im Schützenheim begrüßen.

Einen illustrierten Veranstaltungskalender präsentierte Meißner beim Rückblick auf das Jahr 1997. 12 Wirtschaftsstammtische und Aussschußsitzungen seien genutzt worden um zu motivieren und Gedanken an die Stadt weiterzugeben, unter anderem wurde die Einführung der Geldkarte mit den Banken auf den Weg gebracht.

Zusammen mit Gründerzentrum, Volkshochschule und den Wirtschaftsvereinen im Städtedreieck sei ein attraktives Fortbildungsangebot der verschiedensten Bereiche aufgestellt worden.

Beim Weihnachts- und Adventsmarkt habe der WIV dazu beigetragen die Stadt positiv darzustellen.

Gut etabliert habe sich die erstmals in Grafenwöhr durchgeführte PEGA mit der Nachfolge in Pressath. Die PEGA in Eschenbach liefe auf eine Rekordbeteiligung hinaus. Im Jahr 2000 sei die Soldatenstadt wieder gefragt; so Meißner.

Trotz der Unternehmertätigkeit werde der WIV mit an der Entwicklung der Stadt arbeiten. Als Problem bezeichnete der Vorsitzende den Generationswechsel und die Nachfolge in den bestehenden Betrieben zu regeln. Davon hinge der Erhalt von Betriebsstätten und Arbeitsplätzen ab. Meißner rief dazu auf neue Wege in den Firmen zu gehen, die fetten Jahre des Übungsplatzes würden immer magerer und neue Ideen seien bei den Unternehmern gefragt, schließlich würde der Mittelstand für Kontinuität stehen.

Meißner bat die Stadt um eine bessere Koordinierung bei Baumaßnahmen um den Geschäften Einnahmensverluste zu ersparen, auch sei die neuerliche Anstellung eines Wirtschaftsförderers von Nöten.

Positives über den Kassenstand berichtete Schatzmeister Gerhard Pappenberger, Revisor Günter Selecke bestätige eine einwandfreie Kassenführung.

Für eine Öffnung der Geschäfte beim Adventmarkt plädierten Werner Schreml, Petra Melchner und Evi Mandl. Werner Schreml sprach sich für eine Installation der Weihnachtsbeleuchtung auch in anderen Geschäftsstraßen aus. Hermann Meißner berichtete darauf, daß der WIV bereits einen Vorstoß für weitere Weihnachtslichter unternommen hatte. Die Grafenwöhrer Geschäftswelt sei grundsätzlich bereit, jedoch würden die auswärtigen Konzerne und Ketten für ihre Läden keinen Beitrag leisten.

Eine Überprüfung der Ladenschlußregelung bei Märkten sagte Bürgermeister Helmuth Wächter zu, die Stadt würde sich auch bei einer weiteren Beleuchtung nicht sträuben. In seinem Grußwort ging das Stadtoberhaupt auf die Entwicklung von Grafenwöhr im Städtedreieck ein. Zuversichtlich äußerte sich Wächter über die Ausweisung zum Mittelzentrum, Ungebrochen groß sei die Baulandnachfrage, die Erschließung der Gewerbegebiete würde fortschreiten. Die Entscheidung über die Einstellung eines Wirtschaftsförderers sei im Stadtrat bereits gefallen. Potential sah der Bürgermeister im Städtedreieck, gemeinsam solle eine Strukturanalyse erstellt werden. Ein Ansatz für die Zukunft sei das gemeinsame Auftreten der drei Städte bei der PEGA.

Die Grüße des Stadtverbandes überbrachte Stadtverbandsvorsitzender Gerhard Mark. Er bat die Gewerbetreibenden weiterhin um die Unterstützung für die Vereine sowie für den Stadtanzeiger als Organ des Stadtverbandes.

Über eine positive Entwicklung im Gründerzentrum des Städtedreiecks konnte Geschäftsleiter Albert Rupprecht berichten. Die Erfüllung der gesetzten Ziele seien bereits überschritten. Viele Beratungsgespräche würden durch das Gründerzentrum auch für externe Unternehmer stattfinden. Um den Verlust von Arbeitsplätzen und Unternehmen vorzubeugen kündigte Rupprecht die Aktion „Herbst der Unternehmensnachfolge an. Einen großen Stellenwert maß Albert Rupprecht dem Internet bei. Mit Alois Gradl und Hannes Hutzler verfüge der WIV über zwei engagierte Mitglieder die sich für das neue Medium einsetzen wie es die Aufstellung des regionalen Informations-Angebots „Regina“ beweist.



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