SG Grafenwöhr/Weiden Handballer in der Landesliga



Nach einer langen und kräftezehrenden Saison, haben es die Handballer der SG als Vizemeister der Bezirksliga Oberpfalz geschafft, in die Landesliga aufzusteigen.

Warum kam es überhaupt zur Gründung der Spielgemeinschaft? Nach dem Ende der Saison 1997/98 standen beide Mannschaften im hinteren Tabellendrittel. Beide Vereine hatten Probleme für die bevorstehende Saison, einen ausreichend starken Spielerkader zu stellen, da einige Spieler abwanderten bzw. die Karriere beendeten.

Es stellte sich die Frage, ob sich eines der beiden Teams für die neugeschaffene Bezirksoberliga qualifizieren könnte. Die Tabellensituation ließ dies keinesfalls erwarten.

In Bayern war eine Strukturreform der Handballkreise beschlossen worden, was zu einer Veränderung der Gebietsgrenzen führte. Der neugegründete Bezirk Ostbayern umfaßt jetzt neben der Oberpfalz noch Teile Mittelfran-kens, einer Handballhochburg. Unter anderem zählt zu Ostbayern die Stadt Erlangen, die mit der CSG und der HG Erlangen in der 2. Bundesliga spielt. Ein weiterer Grund für den Zusammenschluß war die Perspektive für die A-Jugend des HC Weiden (mit Sebastian Kneidl und Christoph Rauh aus Grafenwöhr).

Alle waren in der 2. Oberligasaison auf dem Sprung in die 1. Mannschaft. Auch diese Situation war Anlaß, den Jugendlichen eine sportliche Perspektive zu bieten.

Der Verlauf der Hallensaison schien die Maß-nahme zu rechtfertigen. Völlig überraschend stand das Team zur Winterpause auf Platz 2 der Tabelle. Ursache dafür waren die verbes-serte Angriffsleistung, der Einsatz der A-Jugendlichen und Neuzugang Radek Bendl im Tor. Mit diesem unerwarteten Tabellenplatz steckte sich die Mannschaft ein neues Ziel. Wenn möglich sollte der Aufstieg in die Landesliga angestrebt werden.

Hochmotiviert startete die Mannschaft im Januar in die Rückrunde und erzielte 3 Siege hintereinander. Mit der Auswärtsniederlage beim späteren Meister Auerbach begann eine dreiwöchige Schwächeperiode, die mit der Heimniederlage gegen den Tabellenvorletzten TSV Schwandorf II ihren Höhepunkt fand. Alle Hoffnungen, das gesteckte Ziel zu erreichen, waren fast auf den Nullpunkt gesunken. Aus eigener Kraft war der direkte Aufstieg nicht mehr möglich.

Mit Beendigung der A-Jugendsaison brach-ten die Jugendspieler neue Motivation in die Mannschaft. Fünf Siege in Folge brachten das Team auf Platz 2 in der Tabelle. An drei aufeinanderfolgenden Wochenenden im April und Mai mit Hin- und Rückspiel am Samstag und Sonntag gegen Schwabmünchen, Taufkirchen und Rottenburg stand die SG mit 8:4 Punkten als Aufsteiger fest.

Der großen Freude bei Spielern und Verant-wortlichen steht nun die schwierige Aufgabe bevor, für die bevorstehende Saison eine schlagkräftige Truppe zu formen.



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