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Mit der praktischen Umsetzung des Euro bei Unternehmen und Gewerbebetrieben beschäftigte sich der Wirtschaftsverein fiir Industrie, Handwerk und Handel bei seinem monatlichen Stammtisch. ,,Wer die Medien verfolgt, weiß, der Euro kommt zum 1. Januar 1999. Der Vorsitzende des Wirtschaftsvereins, Hermann Meißner, begrüßte die Mitglieder, die trotz der hochsommerlichen Temperaturen gekommen waren. Sein besonderer Gruß galt den Vertretern der Sparkasse, Direktor Herbert Benkhardt, Erhard Brandl, Koordinator für Fragen der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, sowie dem Datenservice-Berater Thomas Horn. Die Spezialisten der Sparkasse informierten die Teilnehmer, damit sie ihre Chancen erkennen und auch mögliche Risiken rechtzeitig bedenken. Jedes Unternehmen sei gut beraten, wenn es sich möglichst frühzeitig mit dem Euro und dessen Auswirkungen auseinandersetzt. Im härter werdenden Wettbewerb, den die
Währungsunion aufgrund der größeren
Preistransparenz auslöst, könne nur der Betrieb
bestehen, der sich rechtzeitig mit dem Euro befaßt.
Während die meisten börsennotierten Unternehmen
vom Start weg mit dem Euro rechnen, sind kleinere und
mittlere Unternehmen noch zurückhaltend. Sobald diese
jedoch als Zulieferbetrieb tätig sind, werden sie sich
in der Angebotsabgabe, der Vertragsgestaltung, der
Abrechnung und der Zahlung frühzeitig auf den Euro
umstellen müssen. Wer dann noch in D-Mark denkt und disponiert, läuft Gefahr, im Wettbewerb den kürzeren zu ziehen. Wer aber schnell reagiert, der erzielt einen wichtigen Wettbewerbsvorteil. Die Referenten legten den Zuhörern nahe, für ihren Betrieb eine Euro-Strategie zu entwickeln, eventuell einen Euro-Beauftragten zu ernennen sowie die Vorbereitungen und die Umstellung zur Chefsache zu machen. Anhand der Checkliste erläuterten die Redner die möglichen Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Marketing, Information/Öffentlichkeitsarbeit, Geld und Finanzen, Technologien, Geschäftsprozesse und Organisation. Thomas Horn, Sparkassen-Datenservice-Berater, erläuterte die Handhabung und die Einsatzmöglichkeiten verschiedener Händlerterminals. In der anschließenden Diskussion ging es um die Anschaffungs- und Folgekosten der Händlerterminals sowie deren Einbindung in die vorhandenen Kassensysteme. Beim Euro interessierte, ob mit einer steigenden Inflationsrate gerechnet werden muß. Ein ausgedehnter Meinungsaustausch herrschte zur doppelten Preisauszeichnung sowie zum Geldumtausch. Auch das Umtauschverhältnis sowie die neuen Centstücke, Euro-Münzen und -Scheine interessierten. |
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