Aus dem Stadtgeschehen

Gründerzentrum im Städtedreieck eingeweiht

Festakt mit Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber

Höchsten Besuch hatte das Existenzgründerzentrum Grafenwöhr-Eschenbach-Pressath anläßlich der Einweihung am 07.05.1997. Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber nahm die Einladung persönlich war.

Ministerpräsident
Dr. Edmund Stoiber
im Gespräch mit
Existenzgründern.

Er nannte bei der Einweihung des Gründerzentrums die Ideenschmiede des Städtedreiecks eine "Keimzelle des Strukturwandels".

Stoiber sprach sich für die Selbständigkeit aus, da vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen einen wirksamen Beitrag zum Abbau der Arbeitslosigkeit leisten können.

Die 200 geladenen Jungunternehmer und Existenzgründer ermunterte der Bayerische Ministerpräsident zu Risikobereitschaft.

Die Einweihung des Gründerzentrums feierten etwa 400 Gäste aus der Region. Mit dem prominentesten Redner Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber waren unter anderem die Staatssekretäre Hans Spitzner und Marianne Deml sowie Regierungspräsident Alfons Metzger nach Grafenwöhr gekommen. Zu den Gästen zählte u.a. auch MdB Ludwig Stiegler, MdL August Lang, Professor August Beer, der Präsident der Fachhochschule Weiden/Amberg, Siegfried Bühner, der Leiter des Arbeitsamtes Weiden, Vertreter der Bundeswehr und der US-Armee sowie die Kommunalpolitiker aus dem Landkreis und den Nachbargemeinden.

Der Grafenwöhrer Stadtpfarrer Hans Bayer und Pastorin Claudia Paulsen aus Neunkirchen erteilten dem Gründerzentrum den kirchlichen Segen. Es soll unter dem Schutz des Herrn wachsen und Mut machen, wünschte Pfarrer Bayer. Die Pastorin hoffte, "daß in der Schaffenskraft der Unternehmer die Schaffenskraft des Schöpfers spürbar wird".

Bürgermeister Helmuth Wächter hob die beispielhafte Zusammenarbeit beim Bau des Gründerzentrums mit den Bürgermeisterkollegen Robert Dotzauer und Anton Gareis hervor.

Er dankte Landrat Simon Wittmann und dessen Vorgänger Anton Binner sowie den Kreditinstituten für die Unterstützung. Den jungen Unternehmern bescheinigte Wächter in dieser schwierigen Zeit Wagemut, Risikofreudigkeit und Entschlußkraft. Das Gründerzentrum setzt nach seinen Worten Zeichen für eine positive Entwicklung.

Der Bau des Existenzgründerzentrums begann am 13. Mai 1996 mit dem ersten Spatenstich. Nach einer Rekordbauzeit zogen bereits im Dezember die ersten Jungunternehmer ein. 2,9 Millionen Mark wurden in das markante Gebäude im Gewerbegebiet "Am Schaumbachschlag" investiert. Mit 1,3 Millionen Mark KONVER-Mitteln förderte die Europäische Union das Projekt.

Architekt Wolfgang Schultes aus Kastl überreichte den drei Bauherren einen Schlüssel aus Edelstahl mit den drei Stadtwappen. Bürgermeister Helmuth Wächter verkündete spontan, daß der Schlüssel reihum bei den drei Kommunen aufbewahrt wird und der Landkreis als vierter Betreiber sein eigenes Wappen ergänzen sollte.

Schlüsselübergabe v.l.n.r.:
Bürgermeister Helmuth Wächter,
Bürgermeister Anton Gareis,
Architekt Wolfgang Schultes,
Bürgermeister Robert Dotzauer,
Landrat Simon Wittmann.

Landrat Simon Wittmann war der Meinung, daß angesichts massiver Arbeitsplatzverluste bei der US-Armee sowie bei der Bleikristall-, Textil- und Porzellanindustrie das Gründerzentrum das richtige Signal für einen neuen Aufbruch setze. Er hoffte auf eine Initialzündung, um die Kräfte der Region zu mobilisieren. Weil das Gründerzentrum mit neun Firmen bereits ausgelastet ist, bat er Ministerpäsident Dr. Edmund Stoiber um finanzielle Hilfe bei den Plänen für eine Erweiterung.

Einweihung Gründerzentrum v.l.n.r.:
Bürgermeister Helmuth Wächter,
Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber
Landrat Simon Wittmann,
Geschäftsleiter Albert Rupprecht.

Anträge würden in der Landeshauptstadt eingehend geprüft, allzugroße Hoffnungen wollte Stoiber hier allerdings nicht machen.

Optimistisch zeigte sich der Leiter des Gründerzentrums, Diplomvolkswirt Albert Rupprecht: "Vielleicht entwickelt sich einer der Jungunternehmer von heute in 10 oder 20 Jahren zu einem Großbetrieb mit mehreren hundert Arbeitsplätzen". Auch in der Anfangsphase der Firmen ATU oder Witron habe keiner seine spätere Entwicklung erahnt.

Die Anwesenheit von Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber nutzten junge Unternehmer und Handwerker, um ihm ihre Probleme mit Vorschriften, Gesetzen und Auflagen mitzuteilen.

Edmund Stoiber traf sich anläßlich seines Besuches in Grafenwöhr auch mit den Betriebsvertretern der US-Armee, Gewerkschaftlern und Kommunalpolitikern zu einem Gespräch über die Arbeitsplatzsituation.





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