Flieger feierten am Kastenhaus



„Himmel und Sicht sowie Besuch und Erfolg o. K.“ konnte der Segelflugverein Grafenwöhr im Fliegerjargon am Ende seines Fliegerfestes verkünden. Am Wochenende hatten die Aktiven des „Segelflugvereins 1930 Grafenwöhr e.V.“ auf den neugestalteten Festplatz am Stadtweiher eingeladen, Festbetrieb und Flugzeugausstellung lockten die Besucher ans Kastenhaus. Zufrieden zeigten sich der Vorsitzende des Segelflugvereins, Gerhard Döhrling und seine Fliegerfreunde mit dem Verlauf ihres traditionellen Fliegerfestes.

Während am Samstagabend bei bewölktem Himmel die Grafenwöhrer Segelflieger zusammen mit ihren Fliegerkameraden des Aeroclubs Erbendorf und des Segelflugclubs Stiftland Tirschenreuth noch unter sich im Festzelt waren, stellten sich am Sonntag bei gutem Fliegerwetter die Besucher ein. Mit Getränken, Grillwaren, Kaffee und Kuchen und an der Fliegerbar wurden die Gäste bestens bewirtet. Viel Interesse fand die Ausstellung von Fluggeräten. Bereitwillig erläuterten die Piloten die Daten des einsitzigen Segelfliegers ASW 15B. Die vereinseigene Segler mit einer Spannweite von 15 Metern wird auch als Schulungsflugzeug eingesetzt. Dicht umlagert war stets die „Kitfox“ des Selbstbauers Werner Drescher. Nicht ohne Stolz konnte des Fluglehrer des Vereins und Pilot aus Leidenschaft über den „Bau seines Lebenswerks“ den interessierten Betrachtern berichten. Mit viel Liebe zum Detail bastelte Werner, in Fliegerkreisen Xaver Drescher genannt, über vier Jahre an seinem „Experimental Motorflugzeug Kitfox“. 3987 Arbeitsstunden widmete er sich dem Flieger der im strahlend weiß-blauen Outfit, versehen mit dem Grafenwöhrer Stadtwappen, vor dem Kastenhaus präsentiert wurde. Die 3987 Arbeitsstunden waren auch die richtige Lösung der Frage, die die Fliegerfreunde bei einem Quiz ihren Besuchern stellten.

Katharina Ziegler aus Eschenbach und Wolfgang Müller aus Grafenwöhr kamen mit ihrer geschätzten Stundenzahl der richtigen Antwort am nächsten. Beide gewannen je einen „Dreistädterundflug“ für drei Personen über Grafen-wöhr, Eschenbach und Pressath. Ebenfalls über einen Dreistädterundflug konnte sich bei einer weiteren Verlosung Christine Wächter freuen. Da aus organisatorischen Gründen beim diesjährigen Fliegerfest auf die obligatorischen Rundflüge vom Militärflugplatz verzichtet werden mußte, boten die Aktiven des Segelflugvereins einen Fahrdienst für Passagierflüge vom Flugfeld in Schweißlohe bei Erbendorf an.

Der SFV Grafenwöhr bedankt sich vielmals bei allen Besuchern des Fliegerfestes.


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