
|
Neue Wege der politischen Information beschritt die Junge Union Grafenwöhr, die zum Polit-Picknick No. 2 geladen hatte. In geselliger Runde bei Baguettes, Käse, Wein und anderen Leckereien wurde die große Europa-Politik in die Graßenwöhrer Idylle am Bierlohweiher geholt. JU-Bezirksvorsitzender und EU-Kandidat Albert Rupprecht zeigte die Bedeutung der Europäischen Union und deren Ausstrahlung auf die Region auf. Das einhellige Fazit der Picknick-Teilnehmer lautete: Wer nicht dabei war, hat wirklich was verpaßt! Nach dem Motto Woran denkst Du zuerst bei dem Stichwort Europa? waren die Teilnehmer des Picknicks erstmals selbst gefragt. Vom Idealbild eines europäischen Patriotismus über Reisen ohne Währungstausch bis hin zur Sorge um die Arbeitsmarktsituation gerade im grenznahen Bereich und der Frage nach der Zukunftsfähigkeit des Europäischen Parlaments und der Kommission in Anbetracht der Korruptionsaffaire reichten die Gedanken der Teilnehmer. Im Anschluß ging Bezirksvorsitzender der JU Oberpfalz auf die Fragen der Gäste und der JUler ein und gab Aufschluß über die drastischen Konsequenzen, die mit der Osterweiterung der Europäischen Union zu erwarten seien. Als äußerst bestürzend bezeichnete Rupprecht die Tatsache, daß in den Unternehmen unserer Region die bevorstehende Erweiterung der Europäischen Union mit der Aufnahme Tschechiens, Polens und Ungarns, dermaßen wenig Beachtung findet. Schon jetzt müsse man sich mit den Folgen, die mit der Erweiterung einhergehen befassen. Denn je eher man sich mit der Erweiterung des europäischen Marktes und der damit folgenden Konkurrenzsituation vor Ort auseinandersetze, umso besser ist man für diesen Wettbewerb gerüstet. Erörtert wurden auch die Gründe für das anscheinende Desinteresse (vgl. Wahlbeteiligung) eines großen Teils der Bevölkerung für das Schicksal der Europäischen Union. Einhellig kam man zu dem Schluß, daß die Probleme im europäischen Einigungsprozeß von Oben, d. h. von der europäischen Ebene bis hin zur Bundes- und Landesebene, benannt und formuliert werden. Desinteresse gründet daher nicht allein darauf, daß Brüssel schon rein örtlich weit von uns entfernt ist, sondern auch darauf, daß die Probleme vorgegeben wirken und nicht dem individuellen Empfinden des Einzelnen entsprechen. Wen kümmert es in unserer Region schon, welchen Krümmungsgrad Bananen haben dürfen? Die Bürger beschäftigt viel mehr die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze und die Stabilität ihres Einkommens. Die Politiker im Europaparlament für unsere Probleme im grenznahen Bereich zu sensibilisieren ist die Aufgabe der Basis von Junger Union und CSU, aber auch jeder einzelne Bürger ist gefragt, sich mit der Thematik auseinander zu setzen und mit Ideen und Kritik an die Politiker heranzutreten. Ohne die Mitarbeit der Bürger, die ja am besten über die Schwierigkeiten vor Ort Bescheid wissen, kann die Politik nicht funktionieren. Stellvertretender Ortsvorsitzender, Frank Neubauer, dankte Albert Rupprecht für seine kompetenten Informationen in dem etwas anderen Rahmen und lud die am politischen Geschehen interessierten jungen Leute zu weiteren Aktionen der JU ein. Eine gesellige Runde schloß sich der politischen Diskussion an. |
|
|
|