In der langen Geschichte des Heimatvereins gab
es immer wieder Mitglieder, die mit einer ausgezeichneten Überredungskunst,
mit einem vereinsgebundenen Engagement, einem großen Organisationstalent,
einer echten Naturverbundenheit, einer steten Hilfsbereitschaft,
einem unermüdlichen Zeitaufwand und einem handwerklichen Können
ausgestattet waren. Walter Birke vereinigte alle diese Charaktereigenschaften
und Fähigkeiten in seiner Person.
So verbrachte er von 1972 bis 1997 jede freie Minute
auf dem Schönberg, um für Jung und Alt, für Spaziergänger und Ruhesuchende,
aber auch für die Kath. Theatergruppe und den Heimatverein dieses
Naherholungsgebiet vorbildlich zu präsentieren. So richtete er die
Wege und Stege immer wieder her, bepflanzte den Aufgangsbereich
zum Berg neu, befestigte die Zufahrt zum Festplatz und den Festplatz,
legte einen Kinderspielplatz an, sicherte die Naturbühne ab und
war maßgeblich 1986 bei der Erweiterung der Schönberghütte beteiligt.
Der Aufgang zur Naturbühne wurde auf seine Veranlassung hin mit
passenden Lampen versehen. Die Pflege der unterschiedlichen Baumarten
und der Erhalt des Waldgebietes auf dem Schönberg waren für ihn
eine wichtige Aufgabe. Die von der Förderschule Eschenbach 1989
gefertigten Vogelnistkästen brachte er an den Bäumen um die Naturbühne
an und ließ sie jedes Jahr von der Freiwilligen Feuerwehr Grafenwöhr
reinigen.
Dass er im Herbst den gesamten Schönberg vom Laub frei machte, bewies
seinen immensen Arbeitseinsatz und seine Naturverbundenheit. Seine
Absichten, für den Schönberg immer sein Bestes zu geben, veranlassten
ihn sowohl im Heimatverein als auch bei der Stadt und bei Bürgermeister
Helmuth Wächter, wie auch bei vielen Firmen, Bekannten und Freunden
die notwendigen Unterstützungen zu erhalten. Mit seiner Überredungskunst
war er auch meistens erfolgreich. Ansonsten setzte er private finanzielle
Mittel ein, um seine Zielsetzung in die Tat umsetzen zu können.
Für diese vorbildlichen großartigen Leistungen und sein Verhalten
wurde Walter Birke 1985 vom Heimatverein zum Ehrenmitglied ernannt.
Die überaus großen Verdienste um den Ausbau und Erhalt
des Naherholungsgebietes Schönberg waren für die Stadt Grafenwöhr
und den Heimatverein Anlass, 1992 den Fußweg zur Naturbühne nach
„Walter Birke“ zu benennen. Bis 1997 war der „Schönberggeist“ als
Organisator für Feste und Feiern des Heimatvereins genauso unentbehrlich
und gefragt wir für die Vorbereitungen der Theateraufführungen auf
der Naturbühne, die ja seit 1985 zunächst durch das Gymnasium Eschenbach
und dann durch die Kath. Theatergruppe Grafenwöhr eine neue Blüte
erlebten.
Darüber hinaus fertigte er mit Wolfgang Hofmann und Georg Zankl
eine Vielzahl von Ruhebänke an, die nicht nur auf dem Schönberg,
sondern im ganzen Stadtgebiet aufgestellt wurden. Das Walter Birke
bis zu seiner schweren Erkrankung mit seiner Frau auch ehrenamtlich
im 1.Opf. Kultur- und Militärmuseum Dienst verrichtete, kann nicht
unerwähnt bleiben; wie auch sein überaus erfolgreicher Einsatz bei
der Mitgliederwerbung für den Heimatverein.
Mit der Verleihung des „Ehrenzeichens für besondere Verdienste“
würdigte der Bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber noch im
letzten Jahr Ehrenmitglied Walter Birke für seine unermüdliche und
langjährige Tätigkeit auf dem Schönberg. Die Liebe und die Verbundenheit
zum Schönberg gab Walter Birke trotz seiner schweren Erkrankung
niemals auf und so ließ er sich von seinem Schwiegersohn und Vorstandsmitglied
Reinhard Trauner immer wieder auf den Schönberg fahren. Der Schönberg
war eben sein zweites Zuhause.
Und diese seine enge und innige Verbundenheit zum Schönberg brachte
Vorsitzender Werner Biersack symbolisch dadurch zum Ausdruck, dass
er bei der Beerdigung in die Ruhestätte des Verstorbenen Erde schüttete,
die er von der Naturbühne geholt hatte. Ein solcher selbstloser
Einsatz wie es Ehrenmitglied Walter Birke auf dem Schönberg 25 Jahre
bot, hat nicht nur für den Heimatverein Vorbildcharakter sondern
für die ganze Öffentlichkeit. Es sollte alles daran gesetzt werden,
dass das Lebenswerk des Walter Birke - der Schönberg - erhalten
bleibt.