Heimatverein zog Bilanz
Gelungene Ausstellungen und Erfolg - Tod riß Lücken

Bei der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins zeichnete Vorsitzender Werner Biersack Mitglieder aus. Für 25jährige Treue wurden geehrt: Walter Birke, Hubert Brunner, Peter Buchfelder, Conny Daubenmerkl, Karl Harrer, Hannes Hutzler, Johann Meier, Hans Schultes, Werner Wirt und Anton Wittmann. Eine Urkunde für seine 30jährige Mitgliedschaft wurde Wilhelm Specht verliehen. Bereits seit 40 Jahren hält Georg Mock dem Heimatverein die Treue. Biersack dankte den Geehrten für ihre Loyalität und berichtete über bedeutende Ereignisse aus den Jahren 1958, 1968 und 1973.


Die Museumsarbeit, die Vorbereitung von Sonderausstellungen, die Planung der Vereinsfeste und die Fertigstellung des begehbaren Depots standen im Mittelpunkt der Aktivitäten des Heimatvereins im vergangenen Jahr. Bei der Jahreshauptversammlung am Ortsfeiertag St. Sebastian in der Stadthalle berichtete der Vorsitzende Werner Biersack, daß im vergangenen Jahr der 30 000. Besucher im Kultur- und Militärmuseum begrüßt werden konnte.

Neben den Schwerpunkteinsätzen im Museum und am Schönberg versucht der Heimatverein laut Biersack auch geschichtliche Aspekte aufzuarbeiten. Als Beispiel nannte er die Recherchen des Historikers Olaf Meiler über alte Hausnamen, die vor 150 Jahren neben den Familiennamen in die Steuer- und Katasterbücher aufgenommen wurden.

Gelungene Ausstellungen
Beim Totengedenken erinnerte Biersack an die elf im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder. Er ließ die Sonderausstellungen "Malkasten-Kastenhaus" von Irene Schleicher, die "Postkartenausstellung" sowie "Form und Farbe in Seide und Ton" von Marie-Paul Hannak und Ursula König Revue passieren. Die Ausstellungen und der Ausbau des begehbaren Depots wären ohne die ehrenamtlichen Helfer nicht möglich gewesen, dankte Biersack.
Der Vorsitzende berichtete vom traditionellen Schönbergfest, bei dem Ehrenmitglied Walter Birke für seine 25jährige ehrenamtliche Tätigkeit auf dem Schönberg ausgezeichnet wurde. "Der Schönberg und die Naturbühne tragen die Handschrift des Berggeistes".
Biersack bedauerte die Erkrankung des unermüdlichen Mitarbeiters. "Walter Birke fehlt an allen Ecken und Enden". Der Vorsitzende wünschte ihm baldige Genesung und dankte ihm für die bisher geleistete Tätigkeit. Kritisch äußerte sich Biersack über den Besuch des Festes durch die Grafenwöhrer Bürger. Es wären fast mehr Auswärtige als Einheimische zu sehen gewesen.

Erinnerungen an Georg Stümpfl
Biersack erinnerte an den Tod des Ehrenmitglieds Georg Stümpfl, der eine große Lücke hinterlassen habe. Die Einweihung des von ihm gefertigten Christusbildes am Kreuz im Haager Friedhof durfte er nicht mehr erleben. Mit seiner reichen Erfahrung habe Stümpfl beim Heimatverein viele lmpulse gesetzt.

Rückschlag
Ein schwerer Rückschlag für unser Museum war die Kündigung von Werner Stich, dem Besitzer vieler in der Militärabteilung ausgestellten Exponate. Nach Ablauf des Vertrages will dieser seine Ausstellungsstücke zurückhaben. Man müsse entweder Ersatz beschaffen oder einige Teile der Ausstellung umbauen. Beides wirft den Verein - im Hinblick auf das Kulturmuseum - gewaltig zurück. Doch werde man diese Hürde, wie so viele andere, bewältigen.
Bürgermeister Helmuth Wächter dankte dem Heimatverein im Namen der Stadt und der Stadträte. Die Leitung des Museums und die der Brauchtumspflege seien mit erheblichem Arbeitsaufwand verbunden.
Stadtverbandsvorsitzender Gerhard Mark hob hervor, daß der Heimatverein das kulturelle Leben der Stadt entscheidend mitgestaltet. Viele freiwillige Helfer seien notwendig, um das Angebot aufrecht zu erhalten.
Mit einem Diavortag über die Postkartenausstellung beendete Historiker Olaf Meiler die Jahreshauptversammlung.

 


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