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Die Museumsarbeit, die Vorbereitung von
Sonderausstellungen, die Planung der Vereinsfeste und die
Fertigstellung des begehbaren Depots standen im Mittelpunkt
der Aktivitäten des Heimatvereins im vergangenen Jahr.
Bei der Jahreshauptversammlung am Ortsfeiertag St. Sebastian
in der Stadthalle berichtete der Vorsitzende Werner
Biersack, daß im vergangenen Jahr der 30 000. Besucher
im Kultur- und Militärmuseum begrüßt werden
konnte.
Neben den Schwerpunkteinsätzen im Museum und am
Schönberg versucht der Heimatverein laut Biersack auch
geschichtliche Aspekte aufzuarbeiten. Als Beispiel nannte er
die Recherchen des Historikers Olaf Meiler über alte
Hausnamen, die vor 150 Jahren neben den Familiennamen in die
Steuer- und Katasterbücher aufgenommen wurden.
Gelungene Ausstellungen
Beim Totengedenken erinnerte Biersack an die elf im
vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder. Er ließ die
Sonderausstellungen "Malkasten-Kastenhaus" von Irene
Schleicher, die "Postkartenausstellung" sowie "Form und
Farbe in Seide und Ton" von Marie-Paul Hannak und Ursula
König Revue passieren. Die Ausstellungen und der Ausbau
des begehbaren Depots wären ohne die ehrenamtlichen
Helfer nicht möglich gewesen, dankte Biersack.
Der Vorsitzende berichtete vom traditionellen
Schönbergfest, bei dem Ehrenmitglied Walter Birke
für seine 25jährige ehrenamtliche Tätigkeit
auf dem Schönberg ausgezeichnet wurde. "Der
Schönberg und die Naturbühne tragen die
Handschrift des Berggeistes".
Biersack bedauerte die Erkrankung des unermüdlichen
Mitarbeiters. "Walter Birke fehlt an allen Ecken und Enden".
Der Vorsitzende wünschte ihm baldige Genesung und
dankte ihm für die bisher geleistete Tätigkeit.
Kritisch äußerte sich Biersack über den
Besuch des Festes durch die Grafenwöhrer Bürger.
Es wären fast mehr Auswärtige als Einheimische zu
sehen gewesen.
Erinnerungen an Georg Stümpfl
Biersack erinnerte an den Tod des Ehrenmitglieds Georg
Stümpfl, der eine große Lücke hinterlassen
habe. Die Einweihung des von ihm gefertigten Christusbildes
am Kreuz im Haager Friedhof durfte er nicht mehr erleben.
Mit seiner reichen Erfahrung habe Stümpfl beim
Heimatverein viele lmpulse gesetzt.
Rückschlag
Ein schwerer Rückschlag für unser Museum war die
Kündigung von Werner Stich, dem Besitzer vieler in der
Militärabteilung ausgestellten Exponate. Nach Ablauf
des Vertrages will dieser seine Ausstellungsstücke
zurückhaben. Man müsse entweder Ersatz beschaffen
oder einige Teile der Ausstellung umbauen. Beides wirft den
Verein - im Hinblick auf das Kulturmuseum - gewaltig
zurück. Doch werde man diese Hürde, wie so viele
andere, bewältigen.
Bürgermeister Helmuth Wächter dankte dem
Heimatverein im Namen der Stadt und der Stadträte. Die
Leitung des Museums und die der Brauchtumspflege seien mit
erheblichem Arbeitsaufwand verbunden.
Stadtverbandsvorsitzender Gerhard Mark hob hervor, daß
der Heimatverein das kulturelle Leben der Stadt entscheidend
mitgestaltet. Viele freiwillige Helfer seien notwendig, um
das Angebot aufrecht zu erhalten.
Mit einem Diavortag über die Postkartenausstellung
beendete Historiker Olaf Meiler die Jahreshauptversammlung.
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