Hans Spitzner beim Josefi-Frühschoppen der CSU



„Der Josefi-Frühschoppen wird auch sozialistische Regierungen überleben“ resümierte Kreisrat Josef Geier zum Abschluß des 28. Josefi-Frühschoppens. Staatssekretär Hans Spitzner nahm die Politik der SPD ins Visier und zeigte wirtschaftliche Verfehlungen auf.

Mit dem Glückwunsch an alle Josefas und Josefs eröffnete der Ortsvorsitzende Gerald Morgenstern den Traditionsfrühschoppen im restlos gefüllten Hotel zur Post. Nachträgliche Glückwünsche zum 70. Geburtstag gingen an Ehrengast, Staatsminister a. D. Gustl Lang, der 25 Jahre am Renderpult des Früh-schoppens stand. Ein besonderer Gruß galt dem „Erfinder“ der Josefi-Veranstaltung MdB Georg Girisch, den anwesenden Stadt- und Kreisräten sowie den Gästen aus den Nachbargemeinden. Mit dem Rückblick auf die Landtags- und Bundestagswahl eröffnete Spitzner sein politisches Feuerwerk, bei dem er mit deutlicher Sprache nicht an Kritik gegenüber der SPD sparte.

„Noch nie sei eine Regierung so abgestraft worden, die stets nur die Legende der Erblast auftische und selbst keine solide Wirtschaftspolitik auf den Weg bringe. Die Steuerreform von Waigel und Kohl hätte zum weiteren Aufschwung beigetragen, dies zeigte sich deutlich am Rückgang der Arbeitslosigkeit in Ostbayern. Die Oberpfalz als Region der Mitte wurde unter der alten Regierung zum Motor des Aufschwungs und war nicht mehr Bremse. Die „lafontainsche Steuerreform“ schaffe keine Arbeitsplätze und sei eine Politik gegen die Wirtschaft. CSU-Ortsvorsitzender Gerald Morgenstern überreichte zum Abschluß der Aktion im Ortsverband die Listen der insgesamt 1050 gesammelten Unterschriften, mit denen sich die Grafenwöhrer gegen die doppelte Staatsbürgerschaft aussprachen.

Als gescheitert könne auch die unsinnige Neuregelung des Staatsbürgerschaftsrechts angesehen werden, so Spitzner. Bayern und Deutschland sei kein ausländerfeindliches Land, Integration werde groß geschrieben, dennoch sei die Haltung der Union zur Automatik doppelten Staatsbürgerschaft klar.

Der Staatssekretär ging auf die bevorstehende Europawahl ein und kritisierte Schröder, der den korrupten EU-Kommisaren die Stange gehalten habe. Auf die Ankündigung des Kanzlers öfters nach Bayern zu kommen, rief Spitzner entgegen „der solle nur kommen, hier könne er etwas lernen“. Die CSU werde sich ihrer Aufgabe mit einer konstruktiven Oppositionsarbeit stellen und die erfolgreiche Politik Stoibers in Bayern fortsetzen.

Einen abschließenden Dank richtete CSU-Ortsvorsitzender Gerald Morgenstern an Hans Gugel, Rudi Wohlgut und Fred Arnold für die spendierten Weißwürste, die Semmeln und die Maß Freibier.


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