Eine großartige
Gemeinschaftsleistung der Grafenwöhrer Schnitzergemeinschaft
steht seit 8. Dezember 2001 auf dem Marktplatz hinter dem Rathaus.
Die von Pfarrer Hans Bayer gesegnete Weihnachtskrippe bereicherte
den zweitägigen Adventsmarkt. Mit über 67 handgeschnitzten
Figuren vom Verkündigungsengel über die Heilige Familie
bis zu den mit Elefanten und Kamelen heranziehenden Weisen aus
dem Morgenland stellen die Hobbyschnitzer das Geschehen Heiligen
Nacht dar. Die Idee wurde vor einem Jahr bei der Eröffnung
des Adventsmarktes von Heimatvereinsvorsitzenden zugleich Hobbyschnitzer
Werner Biersack geboren. Mit einer Krippe sollte der Adventsmarkt
künstlerisch bereichert werden. Außerdem soll die
Aufstellung der Krippe Jung und Alt auf die Weihnachtszeit einstimmen.
Bei der
Eröffnung des Adventsmarktes 2001 bezeichnete Bürgermeister
Helmuth Wächter die großartige Gemeinschaftsleistung
als schönstes Geschenk während seiner bisherigen
Amtszeit.
Der Sprecher
der Schnitzergemeinschaft, Reinhold Gietl, ging auf die Entstehungsgeschichte
der Weihnachtskrippe ein und dankte seinen Hobbykünstlern
für ihre Leistung. So wurde im Januar dieses Jahres der
Beschluss auf Anregung von Werner Biersack gefasst, die Krippe
als Gemeinschaftsprodukt zu fertigen. Ernst Schiffl`s Vorschlag,
die Figuren im oberbayrischen Stil zu schnitzen, wurde von den
Mitgliedern angenommen. Der Profi-Bildhauer und Schnitzertrainer
Josef Troidl fertigte sofort die hl. Familie und gab damit die
Initiative für die Gestaltung der Gesamtkrippe. Mit viel
Liebe zum Detail machten sich 25 Schnitzer der 1995 entstandenen
Hobbygemeinschaft ans Werk, die Figuren und die Gestaltung der
Krippenlandschaft zu fertigen. Hilfe und Anregungen erhielten
die Hobby-Künstler stets von ihrem Profi-Schnitzer Josef
Troidl aus Mantel. Er bastelte auch den Stall aus Fichten-,
Birkenholz, Seidenföhre und anderen edlen Hölzern.
Bis zu 20 Zentimeter sind die Figuren groß, die eine lebendige
Szene der Heiligen Nacht darstellen. Selbst die jüngsten
Schnitzer hatten sich mit Schafen, der Fertigung von Holzstößen
und am Aufbau der Krippenausstellung intensiv mitbeteiligt.
Im Auftrag
der Stadt wurde von der Firma Brautfelder ein Pavillon mit Verglasung
als Krippeneinhausung gebaut. Die Planung dazu stammte von Architekt
Peter Diedl und seinem Mitarbeiter Christian Pappenberger.
Eine
Krippe regt an und zeigt, dass Gott zu den Ärmsten gekommen
ist, führte Stadtpfarrer Hans Bayer bei der Segnung
der Krippe aus. Mit Lied- und Gedichtbeiträgen wirkten
Schülerinnen und Schüler der Grund- und Hauptschule
an der Eröffnungsfeier der Krippensegnung und Adventsmarkteröffnung
mit. Die Stadtkapelle unter der Leitung von Benno Bertelshofer
sorgte für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung.
Bis zum Sebastianstag, dem 20. Januar 2002, kann sich jeder
an der wundervollen Krippe der Schnitzergemeinschaft erfreuen.