www.fliesen-gradl.de
   
Home
  Archiv 2026
  Archiv 2025
  Archiv 2024
  Archiv 2023
  Archiv 2022
  Archiv 2021
  Archiv 2020
  Archiv 2019
  Archiv 2018
  Archiv 2017
  Archiv 2016
  Archiv 2015
  Archiv 2014
  Archiv 2013
  Archiv 2012
  Archiv 2011
  Archiv 2010
  Archiv 2009
  Archiv 2008
  Archiv 2004
  Archiv 2003
  Archiv 2002
  Archiv 2001
  Archiv 2000
  Archiv 1999
  Archiv 1998
  Archiv 1997

Sparen oder alles auf Pump
Fraktionschef Joachim Herrmann beim Josefi-Frühschoppen der CSU

 

Der CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Joachim Herrmann (Zweiter von links) legte beim Josefi-Frühschoppen den Sparkurs der bayerischen Staatsregierung dar. CSU-Ortsvorsitzender Gerald Morgenstern (Zweiter von rechts) und Fraktionssprecher Josef Neubauer (rechts) bedankten sich mit einer polierten Messingkartusche und Wein aus der Partnergemeinde. MdL Herbert Rubenbauer (links) hatte den Gast aus Erlangen eingeladen.

„Sparen oder alles auf Pump finanzieren“ nannte Joachim Herrmann als zwei Möglichkeiten eines zukünftigen politischen Kurses. Beim Josefi-Frühschoppen der Grafenwöhrer CSU rief der CSU-Fraktionschef im Maximilianeum dazu auf, sich nicht vom grundsätzlichen Kurs der CSU abbringen zu lassen. Die Investition der Amerikaner in Grafenwöhr bezeichnete er als „riesiges Wirtschaftsförderprogramm für die Region“

„Schröder hat das Vertrauen bei der Parteibasis und den Bürgern verloren“ stellte Joachim Herrmann in Bezug auf den gleichzeitig zum Josefi-Frühschoppen stattfindenden SPD-Bundesparteitag fest. „Wir sind mit einer wirtschaftlichen Schwäche durch die rot-grüne Bundesregierung konfrontiert, die zum größten Steuereinbruch seit 1949 führte“ ging der CSU-Fraktionschef auf die finanzielle Situation in Deutschland und in Bayern ein. Deshalb sei eine „Fasten- und Fitnesskur“ angesagt, machte der Redner den Zuhörern deutlich. Herrmann rief die CSU-Anhänger auf, sich nicht von der Debatte um Details beeinflussen zu lassen. Wichtig sei das Gesamtergebnis, zu dem die Unionsparteien immer noch gekommen seien.

Um die Kürzungen des bayerischen Staatshaushaltes von einer Milliarde Euro in einen dimensionalen Vergleich zu setzen, stellte Joachim Herrmann die Investitionen der Amerikaner auf dem Truppenübungsplatz gegenüber. Mit Kasernen- und Wohnungsbau würden bis 2008 ebenso eine Milliarde Euro investiert was ein „riesiges Wirtschaftsprogramm“ für die Region bedeute. Anhand von aktuellen Zahlen stellte der Fraktionschef dar, dass auch durchwegs Betriebe aus Nordbayern zum Zuge kommen. Der Freistaat sei mit den Amerikanern stets einen partnerschaftlichen Kurs gefahren, der auch, wenn nötig, Kritik zulasse.

In der Diskussion verurteilte Hans Gugel die Steuerfreiheit von Großbetrieben sowie die Entnahmen von Managern und Vorständen. Joachim Herrmann pflichtete bei, dass viele Konzerne in der Steuerpolitik geschickte Wege suchen. Die Tantiemen von Vorständen und Aufsichtsräten müssten in den Firmen selbst bestimmt werden, Ausgleich und Gerechtigkeit sowie moralische Verpflichtung tue hier Not, so Herrmann.

Zum 33. Mal beging die Grafenwöhrer CSU ihren Traditionsfrühschoppen, der seit der Einführung durch den ehemaligen Ortsvorsitzenden Georg Girisch für ein volles Haus sorgt. Die Glückwünsche an alles Josefas und Josefs standen zu Beginn des Frühschoppens. 25 mal in Folge stand Gustl Lang am Rednerpult. Dem Landtagsabgeordneten Herbert Rubenbauer war es gelungen, mit dem neuen Fraktionschef Joachim Herrmann wie zu Gustl Langs Zeiten wieder eine Fraktionsvorsitzenden zur Josefi-Kundgebung zu bringen. Joachim Herrmann genoss es auch, nicht auf der Kaviar- sondern auf der Weißwurst- und Leberkäsetage zu sein. Gut schmeckten die Weißwürste, die Hans Gugel spendiert hatte. Ehrenmitglied Fred Arnold sorgte für das Freibier. Bereitwillig ging der Erlangener Landtagsabgeordnete auch auf die Fragen und Anregungen der Basis ein. Sozusagen von Fraktionschef zu Fraktionschef bestätige Kreisrat Josef Neubauer im seinem Schlusswort den von Joachim Herrmann erläuterten Sparkurs, Kürzungen müssen sein, auch wenn‘s weh tut.