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„Sparen oder alles auf Pump
finanzieren“ nannte Joachim Herrmann als zwei
Möglichkeiten eines zukünftigen politischen
Kurses. Beim Josefi-Frühschoppen der
Grafenwöhrer CSU rief der CSU-Fraktionschef im
Maximilianeum dazu auf, sich nicht vom
grundsätzlichen Kurs der CSU abbringen zu lassen.
Die Investition der Amerikaner in Grafenwöhr
bezeichnete er als „riesiges
Wirtschaftsförderprogramm für die
Region“
„Schröder hat das Vertrauen bei der
Parteibasis und den Bürgern verloren“
stellte Joachim Herrmann in Bezug auf den gleichzeitig
zum Josefi-Frühschoppen stattfindenden
SPD-Bundesparteitag fest. „Wir sind mit einer
wirtschaftlichen Schwäche durch die
rot-grüne Bundesregierung konfrontiert, die zum
größten Steuereinbruch seit 1949
führte“ ging der CSU-Fraktionschef auf die
finanzielle Situation in Deutschland und in Bayern
ein. Deshalb sei eine „Fasten- und
Fitnesskur“ angesagt, machte der Redner den
Zuhörern deutlich. Herrmann rief die
CSU-Anhänger auf, sich nicht von der Debatte um
Details beeinflussen zu lassen. Wichtig sei das
Gesamtergebnis, zu dem die Unionsparteien immer noch
gekommen seien.
Um die Kürzungen des bayerischen Staatshaushaltes
von einer Milliarde Euro in einen dimensionalen
Vergleich zu setzen, stellte Joachim Herrmann die
Investitionen der Amerikaner auf dem
Truppenübungsplatz gegenüber. Mit Kasernen-
und Wohnungsbau würden bis 2008 ebenso eine
Milliarde Euro investiert was ein „riesiges
Wirtschaftsprogramm“ für die Region
bedeute. Anhand von aktuellen Zahlen stellte der
Fraktionschef dar, dass auch durchwegs Betriebe aus
Nordbayern zum Zuge kommen. Der Freistaat sei mit den
Amerikanern stets einen partnerschaftlichen Kurs
gefahren, der auch, wenn nötig, Kritik zulasse.
In der Diskussion verurteilte Hans Gugel die
Steuerfreiheit von Großbetrieben sowie die
Entnahmen von Managern und Vorständen. Joachim
Herrmann pflichtete bei, dass viele Konzerne in der
Steuerpolitik geschickte Wege suchen. Die Tantiemen
von Vorständen und Aufsichtsräten
müssten in den Firmen selbst bestimmt werden,
Ausgleich und Gerechtigkeit sowie moralische
Verpflichtung tue hier Not, so Herrmann.
Zum 33. Mal beging die Grafenwöhrer CSU ihren
Traditionsfrühschoppen, der seit der
Einführung durch den ehemaligen Ortsvorsitzenden
Georg Girisch für ein volles Haus sorgt. Die
Glückwünsche an alles Josefas und Josefs
standen zu Beginn des Frühschoppens. 25 mal in
Folge stand Gustl Lang am Rednerpult. Dem
Landtagsabgeordneten Herbert Rubenbauer war es
gelungen, mit dem neuen Fraktionschef Joachim Herrmann
wie zu Gustl Langs Zeiten wieder eine
Fraktionsvorsitzenden zur Josefi-Kundgebung zu
bringen. Joachim Herrmann genoss es auch, nicht auf
der Kaviar- sondern auf der Weißwurst- und
Leberkäsetage zu sein. Gut schmeckten die
Weißwürste, die Hans Gugel spendiert hatte.
Ehrenmitglied Fred Arnold sorgte für das
Freibier. Bereitwillig ging der Erlangener
Landtagsabgeordnete auch auf die Fragen und Anregungen
der Basis ein. Sozusagen von Fraktionschef zu
Fraktionschef bestätige Kreisrat Josef Neubauer
im seinem Schlusswort den von Joachim Herrmann
erläuterten Sparkurs, Kürzungen müssen
sein, auch wenn‘s weh tut.
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