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Wirtschaft und Politik
MdB Albert Rupprecht sprach bei WIV und CSU zur EU-Osterweiterung und US-Ansiedlung


Wirtschaft und Politik Hand in Hand - beim Diskussionsabend des Wirtschaftsvereins und der CSU beschäftigten sich die Teilnehmer um WIV-Vorsitzenden, Hermann Meißner (von links), MdB Albert Rupprecht, zweiten Bürgermeister Gerald Morgenstern und den Vorsitzenden des Gewerberings Pressath, Richard Stangl mit der EU-Osterweiterung und der Ansieldung der US-Brigade im Lager. (Bild: Hannes Hutzler)


Wirtschaft und Politik standen im Mittelpunkt des Abends zu dem der CSU-Ortsverband in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsverein in den Gasthof Andreas Hößl eingeladen hatte. MdB Albert Rupprecht, der frühere Leiter des Gründerzentrums, ging nach einem kurzen Bericht über die Erfahrungen der ersten Monate im Deutschen Bundestag auf die bevorstehende EU-Osterweiterung ein. Rupprecht zeigte den wirtschaftlichen Stand der Bundesrepublik als Schlußlicht in Europa auf. Beängstigend seien die Zahlen der Arbeitslosen und der Firmeninsolvenzen, die von 26620 im Jahr 1999 auf 37700 im Jahr 2002 stiegen. Am 1. Mai 2004 werde nach derzeitigem Stand an der Grenze zum neuen EU-Partner Tschechien das „höchste Fördergefälle der Welt“ entstehen, falls die Bundesregierung nicht frühzeitig gegensteuert. Um nicht auf ein niedriges Niveau absteigen zu müssen sei es unbedingtes Ziel in wirtschaftlicher Sicht wieder führend zu werden, ein Unternehmergeist müsse die Gesellschaft durchdringen. Unabdingbarer Schlüssel dazu, so Rupprecht, sei die Anhebung der Förderkulisse entlang der deutschen Grenzregion. Durch die Bundesregierung müsse die Förderung in der Gemeinschaftsaufgabe flexibler gestaltet werden, bzw auf die Länder- und regionale Ebene übertragen werden. Die Osterweiterung müsse so erfolgen, dass die Region eine Perspektive hat.

Eine Perspektive für die Wirtschaft in der Region biete die geplante US-Ansiedlung. Neben den zu erwartenden Investitionen von rund 1 Milliarde Euro steige die Kaufkraft mit den zu erwartenden 8500 Menschen ganz enorm, wie eine Studie des Bayreuther Wissenschaftlers, Dr. Maier aufzeige.

CSU-Ortsvorsitzender, zweiter Bürgermei-ster Gerald Morgenstern ging auf die geplanten Projekte innerhalb des Lagers und im Bereich der privaten Wohnungsinvestoren ein. Gefordert wurde nochmals von den zuständigen Stellen der Regierung eine Informationsveranstaltung über die Vergabepraxis durchzuführen.
Über eigene Erfahrungen im Handel mit der tschechischen Republik berichtete in der Diskussion der Vorsitzende des Grafenwöhrer Wirtschaftsvereins, Hermann Meißnern. Zu den Gästen bei der Info-Veranstaltung gehörten neben den Vertretern der CSU-Fraktion mit Sprecher Josef Neubauer und dritter Bürgermeisterin Lore Widmann auch FU-Vorsitzende Monika Placzek, der Vorsitzende des Gewerberings Pressath, Richard Stangl sowie Gäste aus Kirchenthumbach.