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BEKANNTMACHUNG
Aufgabenfeld der Wasserwirtschafts- und Betriebsgesellschaft Grafenwöhr GmbH er-weitert! Betriebsführungsvertrag mit den Stadtwerken geschlossen


Unser Bild zeigt die Verantwortlichen nach der Unterzeichnung der Verträge im Bürgermeisterzimmer des Grafenwöhrer Rathauses: v.l.n.r: Dipl.-Ing. (FH) Gerhard Maier, Geschäftsführer WBG, Dipl.-Biologe Johannes Schneider, Geschäftsführer Südwasser GmbH, 1. Bürgermeister und Vorsitzender des Verwaltungsrats Helmuth Wächter, Assessor Maximilian Binder, Generalbevollmächtigter der E.ON Bayern AG und Dipl.-Verwaltungswirt (FH) Hel-mut Amschler, Vorstand der Stadtwerke und Geschäftsführer WBG.Unser Bild zeigt die Verantwortlichen nach der Unterzeichnung der Verträge im Bürgermeisterzimmer des Grafenwöhrer Rathauses: v.l.n.r: Dipl.-Ing. (FH) Gerhard Maier, Geschäftsführer WBG, Dipl.-Biologe Johannes Schneider, Geschäftsführer Südwasser GmbH, 1. Bürgermeister und Vorsitzender des Verwaltungsrats Helmuth Wächter, Assessor Maximilian Binder, Generalbevollmächtigter der E.ON Bayern AG und Dipl.-Verwaltungswirt (FH) Helmut Amschler, Vorstand der Stadtwerke und Geschäftsführer WBG.


Eine zukunftsweisende Entscheidung traf der Verwaltungsrat der Stadtwerke in seiner letzten Sitzung. Er stimmte dem Betriebsführungsvertrag zwischen den Stadtwerken und der Wasserwirtschafts- und Betriebsgesellschaft Grafenwöhr GmbH (WBG) zu und beauftragte diese, ab dem 1. Mai 2003 mit der Betriebsführung für die Aufgabenfelder „Kanalnetz“ und „Wasserversorgung“. Grund hierfür waren die überaus positiven Erfahrungen, welche die Stadtwerke seit Juni 2000 auf der Kläranlage Grafenwöhr sammeln konnten, denn hier war die WBG von Anfang an mit Bau und Betrieb der Anlage betraut.

Hier wurden erhebliche Einsparungen durch zahlreiche Verbesserungen erreicht, die in der Summe dazu führten, dass - trotz Millioneninvestitionen - vom Bürger keine Ergänzungsbei-träge eingehoben und die Kläranlagengebühr nicht angehoben zu werden brauchte.

An der WBG halten die Stadtwerke 51% und die Südwasser (eine 100% Tochter der E.ON Bayern) 49% der Gesellschaftsanteile. „Diese Zusammenarbeit“, so Bürgermeister Helmuth Wächter, „hat sich bezüglich Investitionen und Betriebsführung im Abwasserbereich bestens bewährt.“

Bei der Vertragsunterzeichnung im Grafenwöhrer Rathaus machte Bürgermeister Wächter in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Verwaltungsrats der Stadtwerke deutlich, dass die Stadt Wort gehalten habe und den Bürgern - trotz enormer Investitionen im Trink- und Abwasserbereich - moderate und faire Gebühren biete. Die Grafenwöhrer Bürger müssten nicht - wie andernorts üblich - für die Erweiterung und Sanierung der Kläranlage, die von WBG durchgeführt wurde, Ergänzungsbeiträge zahlen. Bei der Ertüchtigung und dem Aus-bau der Kläranlage konnten mit dem Partner E.ON Bayern die zunächst geplanten Investiti-onskosten reduziert werden, weil Synergie- und Kostensenkungspotentiale ausgeschöpft wurden. Insgesamt, so Vorstand Helmut Amschler, wurden rund vier Millionen EURO in modernste Abwasser-Reinigungsanlagen investiert. Durch die Einschaltung der WBG sei der Stadthaushalt nicht belastet worden.

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Kläranlage wurde auch ein modernes Block-Heizkraftwerk errichtet, das umweltfreundlich Wärme und Strom aus dem beim Schlammfaulungsprozess anfallenden Biogas erzeugt. Nach endgültiger Fertigstellung und Inbetrieb-nahme wird hierfür auch eine Vergütung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gewährt, erläuterte Geschäftsführer Dipl.-Ing. (FH) Gerhard Maier.
Ebenfalls neu errichtet wurde ein maschineller Schlammeindickers, der den Überschuß-Schlamm aus dem Nachklärbecken komprimiert, bevor dieser in die Faultürme gepumpt wird. Hierdurch lassen sich spürbare Einsparungen bei den Energie- und Entsorgungskosten erzielen. Die ständige Arbeit an der Optimierung der Verfahrenstechnik sowie die konsequente Markterkundung in Zusammenhang mit Bau- und Beschaffungsmaßnahmen ergäben laut Maier wirtschaftliche Lösungen für die Stadtwerke bei gleichzeitig hohem Qualitätsstandard.

Die bisherigen Erfahrungen waren ausschlaggebend, dass der Verwaltungsrat der Stadtwer-ke nun auch die Betriebsführung für die Trinkwasserversorgung und das Kanalnetz sowie zukünftige Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen im Kanalnetz auf die WBG übertragen hat. Für den Vorsitzenden Bürgermeister Helmuth Wächter „eine klare Entscheidung zum Vorteil der Grafenwöhrer Bürger, die trotz allgemeiner Kostensteigerungen von weiterhin bezahlbaren Gebühren profitieren“.

Durch die Tätigkeit der WBG ist zum Beispiel die Einstellung eines Ingenieurs bei den Stadtwerken vorerst nicht erforderlich. Der Anlagenteil Wasserversorgung kann auch in Zu-kunft mit den bewährten Fachkräften der Stadtwerke weiterbetrieben werden. Derzeit sind bei den Stadtwerken ein Wassermeister, ein Facharbeiter und zwei Auszubildende beschäf-tigt. Zum 1. September soll ein weiterer Auszubildender für die Fachrichtung „Trinkwasser-versorgung“ eingestellt werden. Auch wird Vorstand Amschler durch die Einstellung einer Verwaltungskraft Unterstützung erhalten.

In der Kläranlage ist das bei der Stadt Grafenwöhr beschäftigte Personal für die WBG weiter tätig. Ein Abwassermeister und zwei Facharbeiter sowie ein Helfer sorgen für optimale Ab-wasserreinigung. Unterstützt werden sie hierbei von Dipl.-Ing. (FH) Gerhard Maier von der WBG. Die Kläranlage ist auch Ausbildungsort für die beiden AzuBis der Stadtwerke.

Zentrum für Ver- und Entsorgung -
Stadtwerke und WBG ausgelagert


Rechtzeitig zur Vertragsunterzeichnung kam auch „grünes Licht“ von der E.ON Bayern hin-sichtlich des Erwerbes des ehemaligen Regionalzentrums in der Pechhofer Straße 18.

Dort sind die Stadtwerke Grafenwöhr und die WBG künftig zu erreichen. Auch Stützpunkte der E.ON Bayern (mobile Einheit) und des Gasversorgers FGL werden in diesem Gebäude unterhalten. Die E.ON-Mitarbeiter aus der Region kümmern sich von Grafenwöhr aus wei-terhin um eine sichere und zuverlässige Stromversorgung im Städtedreieck Eschenbach, Pressath, Grafenwöhr bis nach Kirchenthumbach und Kemnath und betreuen die Kunden aus diesem Raum.

Den künftigen Planungen zufolgen wird sich in den modernen und gut ausgestatteten Räu-men auch ein Architektur- und Ingenieurbüro niederlassen, sodass eine sinnvolle Auslastung des gesamten Gebäudekomplexes gewährleistet ist.

Nach nahezu drei Jahren „Dornröschenschlaf“ wird das ehemalige OBAG-Gebäude nun zum „Zentrum für Ver- und Entsorgung“. Im Frühsommer soll es mit einem „Tag der offenen Tür“ offiziell seiner neuen Zweckbestimmung übergeben werden. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Versorgung der Bürger mit Trinkwasser erfolgt nach wie vor durch die Stadtwerke Gra-fenwöhr; diese rechnen auch wie bisher mit den Verbrauchern ab, so Vorstand Helmut Amschler, der in den neuen Räumen überwiegend vormittags zu erreichen sein wird. Nach-mittags nimmt er weiterhin seine Aufgaben als Kämmerer der Stadt Grafenwöhr wahr.

Erste umfassende Zusammenarbeit zwischen
E.ON und Kommune


Der Generalbevollmächtigte der E.ON Bayern, Assessor Max Binder aus Regensburg be-grüßte bei der Vertragsunterzeichnung am 03. April im Grafenwöhrer Rathaus diese erste große und umfassende Zusammenarbeit des Unternehmens mit einer Kommune in der O-berpfalz auf dem Gebiet der Trinkwasserversorgung. Die vertrauensvolle Kooperation zwi-schen der Stadt Grafenwöhr, den Stadtwerken und E.ON Bayern habe Modellcharakter. Ziel der Zusammenarbeit sei die Nutzung der Erfahrungen und Stärken der Kooperationspartner. Vor allen sollen Synergie- und Kostensenkungs-potentiale ausgeschöpft werden, insbeson-dere in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Kundenbetreuung, um den Kunden dauerhaft günstige Preise bieten zu können. Binder: „Wir wollen Partner der Kommunen sein, wir ma-chen aber auch deutlich, dass Mehrheit und Entscheidungshoheit in unseren Kooperationen bei den Kommunen liegen.“

Das Aufgabenfeld der Ver- und Entsorgung hat im Konzern die Südwasser GmbH über-nommen, eine 100%ige Tochter der E.ON Bayern. Hier sind das „Know-How“, die Fach- und Sachkompetenz sowie die wasserwirtschaftliche Kompetenz von E.ON Bayern gebündelt. Das Tochterunternehmen, so Geschäftsführer Johannes Schneider, wird in der WBG eng mit den Leuten vor Ort zusammenarbeiten. Damit sei dafür gesorgt, daß die WBG überall steigende Kosten auch künftig durch Einsparungen im Betrieb ausgleichen kann.

Amschler
Vorstand