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Rinderdame
Gerda nimmt sich Zeit - Kuhfladen-Bingo der Freien Wähler
wahrer Publikumsmagnet
Mit Engelszungen sprach Kuhfladen- Bingo-Kommentator Silvano Orsini
auf sein weibliches Gegenüber ein. Er machte Witze und Komplimente,
das Publikum liebte ihn - aber bei Gerda fruchtete sein Charme
nicht. Die braun-weiße Schönheit ließ sich über
eine Stunde Zeit, bis sie Silvia Schmidschneider zur Gewinnerin
der 500 Euro kürte - kein Wunder, wenn einem hunderte von
Menschen dabei zuschauen.
Zweites Frühstück hilft
Weder die Redegewandtheit, noch der Witz, noch das passende Outfit
des Moderators überzeugten die Kuh. Sie spannte die Nerven
der Glücksspieler bis zum Zerreißen. Erst
nachdem Gerda noch mal Brotzeit gemacht hatte, setzte sie ihren
Fladen in das Feld 0/15.
Das angekündigte Spektakel lockte am Sonntag den 21.04.2002
Hunderte in den Stadtpark. Initiator Orsini wollte den tierischen
Spass zusammen mit den Freien Wählern schon im Februar umsetzen.
Weil aber der Wetterfrosch stur wie ein Esel am unteren Ende seiner
Leiter quakte, musste es damals abgesagt werden. Nun lösten
die Freien Wähler ihr Versprechen ein und starteten einen
zweiten Anlauf. Diesmal hatten sie Schwein. Das Wetter
war herrlich und bereits eine halbe Stunde nach Beginn der Veranstaltung
waren die Karten vergriffen. Die emsigen Helfer beschlossen, den
Beginn des Spieles vorzuverlegen. Angesichts der schneckenhaften
Verdauung Gerdas (oder ihres Lampenfiebers?) ein kluger Schritt.
Vielleicht ist die hübsche Fleckvieh-Dame aber auch ein ganz
ausgebuffter Profi: Die Spannung stieg von Minute zu Minute. Es
ging neben dem Spaß schließlich um viele Mäuse.
Gerda kitzelte die Nerven der Bingospieler und büxte drei
Mal aus. Gutmütig folgte sie Besitzer Johann Spiegl und seiner
Ehefrau Rosa (aus Parkstein) aber wieder auf das grüne Spielfeld.
Nachdem der erste Durchgang einige Zeit in Anspruch nahm, wurde
eine zweite Runde mit einem kleineren Spielfeld gestartet. Diesmal
wurden sogar drei Gewinner ermittelt. Stephanie Mayer, Marie-Paule
Hannak und Ludwig Widmann aus Grafenwöhr waren die Glücklichen,
die 83 beziehungsweise 84 Euro erhielten.
Haushalts-Finanzspritze
Für Silvia Schmidschneider aus Grafenwöhr waren die
500 Euro aus dem ersten Durchgang eine sehr willkommene
Aufbesserung meines Haushaltsgeldes.
Fast eine liebe Kuh
Silvano Orsini machte während einer Umfrage bei den begeisterten
kleinen Zuschauern eine überraschende Entdeckung. Zwei Drittel
der Kids hatten noch keinen persönlichen Kontakt mit Kühen.
Der Kommentar einer Achtjährigen: Gerda ist fast eine
liebe Kuh. Ganz lieb wäre sie gewesen, hätte sie
sich für ihr Feld entschieden. Zum gelungenen Auftakt der
Festsaison trug auch die Line-Dance-Gruppe Flying Boots
bei, die mit ihren Tänzen und der dazugehörigen Countrymusic
ein flottes Rahmenprogramm gestaltete. Einige Zuschauer tanzten
spontan mit.
Nachdem das Kuhfladen-Bingo so gut von der Bevölkerung aufgenommen
wurde, wollen es die Freien Wähler in Zukunft einmal jährlich
durchführen.
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